Am einfachsten ist es sicherlich, eine Hängematte mit Gestell zu verwenden. Das Hängemattengestell ist ausreichend stabil, bietet die erforderlichen Befestigungspunkte in der richtigen Höhe und im richtigen Abstand und kann als gut designtes Holzmöbel auch noch optisch einiges hermachen. Leider verringert die Verwendung der Hängematte mit Gestell die örtliche Flexibilität – nur wenige Hängemattengestelle sind wirklich transportabel. Doch da sich die Hängematte leicht abnehmen läßt, sollte es kein Problem sein, diese z.B. am Wochenende auch mal auszuhaken und mit ein paar Bändern, dem Adventure – Rope – Aufhängesystem versehen oder mit einem weiteren Gestell nach draußen in den Park zu nehmen.
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Hängematte mit Gestell – Inhaltsübersicht
Holz oder Stahl – Materialien für Hängematten – Gestelle
Es gibt Hängemattengestelle vor allem aus Holz und Stahl. Während Holzgestelle in der Regel aus größeren Teilen zusammengebaut werden und deshalb wenig flexibel verwendet werden können, sind Hängemattengestelle aus Stahlrohren z.T. noch einigermaßen transportabel. D.h. Du kannst diese mit wenigen Handgriffen in kleinere Einzelteile zerlegen und z.B. in einem Transportbeutel mitnehmen. Allerdings ist sowohl die Größe der Teile als auch das Gesamtgewicht nicht gerade für eine Wanderung oder Radtour geeignet. Letztlich läuft es darauf hinaus, die Hängematte mit Gestell ins Auto zu packen, zum Picknick – Platz zu fahren und dort dann alles aufzubauen.
Jeder hat natürlich ein eigenes ästhetisches Empfinden – doch für meinen Geschmack sind die Stahlrohr – Gestelle für Hängematten nicht gerade sonderlich schön anzusehen. Also eher was für „Praktiker“, denen es auf Flexibilität bei der Aufhängung der Hängematte ankommt, denn für Ästhetiker. Wer nicht gerade auf moderne Stahlrohr – Möblierung steht, wird wohl im Innenbereich generell die Aufhängung der Hängematte mit Gestell von einem der zahlreichen Modelle aus Holz bevorzugen.
Kleine Auswahl Stahl – Gestelle für die Hängematte
Das Amazonas Sumo Hängemattengestell* ist die einfache Variante für „Gelegenheits – Abhänger“. Schnell auf – und abgebaut mit 20 kg Eigengewicht läßt es sich einfach mal so im Garten oder auf der Terrasse aufstellen und schon kann der Sonnen – Nachmittag beginnen. Mit der kratzfesten Pulverbeschichtung ist es trotzdem wetterfest. Belastbar bis 200 kg gibt es zwei Größen und damit kannst Du auch Deine Lieblings – Hängematte mit Gestell nutzen.
Mit dem La Siesta Mediterraneo* bist Du sehr flexibel und kannst fast jede Hängematte mit Gestell nutzen. Denn es läßt sich in der Länge und auch in der Höhe verstellen. Die Tragkraft ist allerdings auf 120kg beschränkt. Einige Teile sind hier mal in creme beschichtet, so daß dieses Hängemattengestell etwas heller und weniger steril wirkt. Durch integrierte Transportrollen kannst Du einfach der Sonne folgen!
Ein wetterfestes Hängemattengestell aus poliertem Edelstahl – etwas für Freunde von Glanz und Gloria: der elegante Stahlbogen Chico Alpha*. Dieser kann Deinen Weg am Nachmittag von der Terrasse an den Pool und zurück mitverfolgen – zwei Rollen machen das Gestell für die Hängematte transportabel. Mit 250 kg Traglast ist es allen Belastungen gewachsen. Bestens geeignet also auch mit der Hängematte für zwei und mehr Ruhegästen.
Hängemattengestell Holz für draußen
Die Hängemattengestelle aus Holz sind im Grunde alle erstmal wetterfest ausgeführt. D.h. sie sind sowohl für draußen als auch für den Gebrauch in der Wohnung oder im Wintergarten vorbereitet. Unterschiede gibt es allerdings bei der Dauerhaftigkeit des Wetterschutzes, der vor allem von der Holzart abhängt. Mit regelmäßiger Pflege und Erneuerung des Wetterschutzes kann die Wetterfestigkeit langzeitig erhalten bleiben. Für die dauerhafte Aufstellung in der Wohnung entfällt diese Behandlung.
Ein Hängemattengestell Holz von Fichte oder Kiefer

Den Sommer draußen verbringen, das kannst Du mit der Hängematte mit Holzgestell von Amazonas – Kronos*. Dieses ist aus stabilem Fichtenholz aus nachhaltiger FSC-Produktion. Durch ein Tauchbad wurde für zusätzliche Wetterfestigkeit gesorgt. Hängematten bis 3,20m finden in dem Träger Platz, belastbar ist er bis 120kg. Halteketten sorgen für die Verstellung auf die Länge der Hängematte.
Für das Hängemattengestell Wood von Tropilex* findet FSC zertifiziertes Kiefernholz Verwendung. Dieses ist bereits wetterfest vorbehandelt, kann aber zur Verschönerung und Verbesserung des Holzschutzes noch geölt oder gewachst werden. Es ist in drei Größen erhältlich – Single, für die Hängematte für zwei und für die Family, wobei letztere bis 4 m lang und 200kg schwer sein darf. Auch beim Wood Hängemattengestell dienen Ketten der Längeneinstellung.
Hochwertige Hängemattengestelle aus Lärchen und Eschenholz
Elipso heißt das Hängemattengestell* aus Holz der Lärche von LaSiesta. Dieses gibt es wieder in drei Größen, Single, für die Hängematte für zwei und in der Kingsize – Ausführung. Die sibirische Lärche hält es die ganze Saison draußen aus. Verstellbar für die richtige Hängematten – Länge mit der Kette.
Das Lärchenholz – Gestell von Tropilex heißt – Larch*. Es ist nur in der maximalen Größe „family“ zu erhalten. Bis 4m reicht die Spannweite für Hängematten, die Belastbarkeit wird mit max. 200 kg angegeben. Ein zusätzliches Tauchbad mit Öl sorgt für erhöhte Wetterbeständigkeit von Larch.
Das Edelmodell von Chico ist Chico Siesta*. Dieses Hängemattengestell aus Holz wird in verleimter Esche gefertigt. Damit ist eine hohe Festigkeit gegeben. Eigentlich fast zu schön für draußen – spätestens im Winter sollte es mit in die Wohnung oder den Wintergarten ziehen! Chico Siesta ist in drei Größen erhältlich. Die Sondergröße kann bis 300kg tragen, und das bei einer Länge von 450 cm.
Kleine Übersicht über Holzarten und deren Wetterfestigkeit
Verschiedene Holzarten haben verschiedene Materialeigenschaften. Dementsprechend eignen sie sich mehr oder weniger für Hängemattengestelle, genauso wie für Draußen oder Drinnen.Einheimische Holzarten sind u.a. Eiche, Buche, Esche als Laubhölzer und Fichte, Kiefer und Lärche als Nadelhölzer.Alle drei Laubhölzer liefern sehr hohe Festigkeit im Holz, am härtesten ist Eiche. Eschenholz ist auch sehr stabil und dazu noch am meisten elastisch. Deshalb wurde Eschenholz früher oft zum Bau von Kutschen verwendet, die ja nicht nur stabil sein, sondern auch noch mechanischen Kräften wie den Stößen von Schlaglöchern oder den Zugkräften der Pferde widerstehen sollten. In sofern wäre Esche auch für eine schaukelnde Hängematte ein hervorragendes Holz.
Die Nadelhölzer haben bei ausreichender Materialstärke – wovon Du bei den Hängemattengestellen ausgehen kannst – ebenfalls die erforderliche Festigkeit zum Tragen einer Hängematte. Da Kiefer und Fichte deutlich schneller wachsen als die Laubhölzer und in Europa nach wie vor die häufigsten Forst-Baumarten sind, ist das Material relativ günstig zu beziehen. Deshalb sind i.d.R. die Hängemattengestelle aus diesen Hölzern etwas billiger als aus anderen Holzarten.
Wetterfestigkeit von Gestellen für Hängematten
Allerdings sind alle bisher genannten Holzarten für den Außeneinsatz auf regelmäßige Pflege angewiesen. Denn die Verwitterungsanfälligkeit ist größer. Regen und eindringende Nässe setzen den Hölzern ziemlich stark zu. Jährliche Anstriche bei trockenem Wetter, verbunden mit vorherigem Abschleifen und Entfernen von Altanstrichen sind fast unumgänglich.
Lärche und Robinie – heimische Hölzer mit natürlichem Schutz
Vorteilhaft dagegen ist Lärche, die einen natürlichen Wetterschutz mitbringt. Lärchenholz verwittert deutlich langsamer. Allerdings mußt Du damit leben können, daß das Holz innerhalb weniger Jahre vergraut. Der Stabilität tut das keinen Abbruch. Gegen das Vergrauen kann allerdings mit Holzölen ein längerfristiger Schutz erreicht werden (s.u.)
Bleiben als Alternativen für Hängemattengestelle Robinie und Tropenhölzer.
Robinie ist eine Holzart, die zwar in Europa nicht ursprünglich beheimatet war. Allerdings ist das ein „Neuansiedler“ (sog. Neophyt), der inzwischen weit verbreitet ist. Robinienholz ist ebenfalls sehr stabil und mit einem natürlichen Wetterschutz ausgestattet. Deshalb wird es inzwischen zunehmend für Spielgeräte und Spielplätze im Freien verwendet.
Als Tropenholz ist Teak sehr bekannt, da es z.B. im Yachtbau gern verwendet wird – es widersteht sogar den harten Nässe- und Wetterbedingungen auf See sehr gut. Außerdem ist es eine sehr schöne Holzart mit feiner Maserung und leicht rosè- oder rötlichem Farbton. Auch Teakholz vergraut mit der Zeit, kann aber durch eine einfache Ölung mit Teaköl wieder aufgefrischt werden.
Stahlrohr – Gestelle für die Hängematte
Stahlrohrgestelle sind zum Wetterschutz mindestens verzinkt und damit lange haltbar. Manche Hängemattengestelle aus Stahl sind auch pulverlackiert und damit farblich ansprechender. Sollte nach Jahren an einigen Stellen der Lack abplatzen, kann einfach mal mit gleichfarbigem oder farblosem Lack darübergestrichen werden.
Im Außenbereich aufgestellte Hängematten mit Gestell sollten allerdings im Herbst komplett abgebaut und an einem trockenen, wettergeschützen Platz zur Überwinterung eingelagert werden. Vielleicht geniest Du es ja sowieso, die Hängematte mit Gestell im Winter in der Wohnung aufzubauen.
Anstriche für Wetterschutz
Überhaupt sind Ölungen (Standöl) bzw. Hartwachse für die Holzbehandlung vorzuziehen gegenüber Lacken. Diese dringen in die Holzoberfläche ein und schützen so vor eindringender Feuchtigkeit. Lacke dagegen bilden eine Art Überzug, die sich mit der Zeit vom Holz löst und dabei Risse entwickelt. Durch diese kann Feuchtigkeit eindringen, welche unter der Lackschicht nach und nach erst recht Schäden verursacht.
Eine geölte oder gewachste Holzoberfläche braucht nur von Schmutz gereinigt und leicht angeschliffen zu werden, dann kann neu darübergestrichen werden. Lackschichten müssen dagegen erst mühsam entfernt werden, bis keine losen Teile mehr vorhanden sind.
Für Kiefer ist das Primaster Holzöl – Gel* zur Auffrischung der Holzoberfläche geeignet. Hängemattengestelle aus Eschen – Holz und anderen Harthölzern können mit dem Primaster Hartholz – Öl* erneuert werden.
Auch wenn Lärchenholz über einen natürlichen Verwitterungsschutz verfügt, vergraut das Holz doch nach einiger Zeit. Dagegen und für längere Haltbarkeit kann das Bondex Lärchenholz – Öl* gut helfen. Am Besten im Frühjahr, wenn das Hängemattengestell für die neue Saison im Garten aufgebaut wird, das im Winter durchgetrocknete Holz ölen.
Aufbau der Hängemattengestelle
In der Regel ist der Aufbau der Gestelle für Hängematten ziemlich gleich. Die Hängematte wird in einen nach oben offenen weiten Bogen gehängt. Quer zu diesem Bogen stehen am Boden zwei Füße, die für den Stand und die seitliche Stabilität sorgen. Die Aufhängung der Hängematte erfolgt meist mit Haken, eine Kette sorgt dann für die Verlängerung auf den Gestellbogen – Durchmesser und das richtige veränderliche Längemaß. Stahlgestelle sind in der Grundkonstruktion nicht anders, nur das es selten einen Bogen, dafür abgewinkelte Stahlrohre gibt. Für die richtigen Transportlängen bestehen diese aus zusammensteckbaren Rohrstücken. Die Füße werden teils gesteckt, teils verschraubt.
Aufstellung der Hängematten mit Gestell
Für das Hängemattengestell suchst Du Dir den passenden Platz aus – unabhängig von Bäumen oder Pfosten im Garten und Wänden, Balken oder sonstigen Aufhängemöglichkeiten in der Wohnung oder dem Balkon. Du solltest im Garten entweder auf festen Terrassenböden oder – wenn Du auf die Wiese gehst – mit untergelegten Betonplatten oder stabilen Brettern möglichst aus wetterfesten Hölzer aufbauen.
Auch in der Wohnung schau Dir erstmal Deinen bevorzugten Platz genauer an. Ist Dein Fußboden auf einer Betondecke, ist alles kein Problem. Hast Du es mit einer Holzbalkendecke mit Dielung zu tun, dann schau, ob Du eine Balkenlage überbrücken kannst. Ich empfehle Dir auch hier, wenigstens dünne Holzbretter unter die Gestellfüße zu legen, die den Druck gleichmäßiger auf den Fußboden verteilen. Hat Dein gewünschter Aufstellort für das Hängemattengestell einen Teppich als Untergrund, sollten auf jeden Fall Holzbretter über die gesamte Breite der Füße ausgelegt werden. Diese drücken sich zwar auch in den Teppich ein, jedoch gleichmäßiger über ihre gesamte Fläche und bei weitem nicht so tief. So verhinderst Du, daß die Hängematte mit Gestell bei jeder Schaukelbewegung im Teppich mitschwingt.Durch die breite Auflagefläche werden auch auf Dauer keine Fuß – Löcher in den Teppich „gestanzt“.
Fazit zu Hängemattengestellen
Hängematten mit Gestell sind einfach verwendbar. Der große Vorteil besteht darin, daß die Gestelle stabile Aufhängepunkte für die Hängematte in den richtigen Abmessungen bereithalten und jegliche Konstruktionsarbeiten – Begutachten von Wandstärken und Tragfähigkeiten, Bohren in der Wand, Verdübeln und Verschrauben von Mauerhaken usw. oder die Suche nach Aufhängeplätzen im Garten wie Bäume oder Pfosten entfallen. Dadurch ist die Aufhängung der Hängematte inzwischen kinderleicht von jedermann und -frau zu bewerkstelligen. Ästhetisch schöne Holzgestelle können sogar das Ambiente Deiner Wohnung aufwerten.
Transportabel sind allerdings nur wenige Gestelle und v.a. aufgrund des Gewichts auch das nur eingeschränkt. Da bleibt für den Ausflug am Besten die Option, die Hängematte abzunehmen und mit einer flexiblen baumschützenden outdoor- Aufhängung am Picknickplatz wieder aufzuhängen.
Bildquelle: Titelfoto (023) – unsplash ostap senyuk, Produktbilder – Hersteller/ Händler